Die Berliner Barock Solisten wurden 1995 von Rainer Kussmaul, Raimar Orlovsky, weiteren Mitgliedern der Berliner Philharmoniker sowie führenden Musikern der Alte-Musik-Szene mit dem Ziel gegründet, die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts mit modernen Instrumenten auf künstlerisch höchstem Niveau aufzuführen. Die bewusste Entscheidung für das Spiel auf modernen oder modernisierten alten Instrumenten steht dabei der Annäherung an eine historische Aufführungspraxis keinesfalls entgegen. Art und Größe der Besetzung variieren mit Rücksicht auf die Werke der jeweiligen Konzertprogramme.
Mit Rainer Kussmaul hatte das Ensemble seit seiner Gründung bis ins Jahr 2010 hinein einen besonders auf dem Gebiet der Barockmusik international erfahrenen Solisten als künstlerischen Leiter.
Seit 2010 legten die Berliner Barock Solisten die künstlerische Leitung von Projekt zu Projekt in unterschiedliche Hände: So sind Bernhard Forck, Gottfried von der Goltz, Daishin Kashimoto, Noah Bendix-Bagley, Willi Zimmermann und Daniel Sepec bereits an der Spitze des Ensembles aufgetreten.
Einen Schwerpunkt bildet dabei das Engagement für zu Unrecht vergessene Werke – insbesondere Georg Phillip Telemanns – sowie für Kompositionen unbekannter alter Meister.
Zu den Solisten des Ensembles zählten so namhafte Sänger:innen wie Christine Schäfer, Anne Sofie v. Otter, Thomas Quasthoff und Mark Padmore; Bläsersolist:innen wie etwa Emmanuel Pahud, Albrecht Mayer, Maurice Steger, Dorothee Oberlinger, Michala Petri und Reinhold Friedrich; die Cembalisten/Pianisten Andreas Staier, Kristjan Bezuidenhout und Igor Levit; und Geigensolist:innen wie z. B. Frank Peter Zimmermann, Janine Jansen oder Daniel Hope.
Im Dezember 2014 traten die Barock Solisten erstmals unter der Leitung von Reinhard Goebel auf: Zum Ausklang des C. P. E. Bach-Jahres wurden Sinfonien und Concerti im Großen Saal der Berliner Philharmonie gespielt. Das Konzert wurde von SONY mitgeschnitten und erschien 2015 als live-CD.
Dokumentiert ist das Wirken des Ensembles durch zahlreiche CD-Aufnahmen, deren Außerordentlichkeit auch die Fachkritik erkennen durfte. So erhielten die Berliner Barock Solisten für ihre Einspielungen zahlreiche Auszeichnungen, u. a. allein fünf Mal den Opus-Klassik-Preis, den Grammy Award (2025) sowie 2019 den International Classical Music Award für eine Einspielung von Bachs Violinkonzerten mit Frank-Peter Zimmermann.
Seit 2018 sind die Barock Solisten mit dem schwäbischen Label Hänssler-Classic eng verbunden. Aufnahmen u. a. von Händels Concerti Grossi, Kantaten der Bachfamilie, Mozart-Serenaden inkl der Kleinen Nachtmusik (in der fünfsätzigen Ur-Fassung) sowie das Album Sinfonien der Bach-Familie (inkl drei Weltersteinspielungen von Sinfonien von C. P. E. Bach) sind jüngste Beispiele dieser Zusammenarbeit.
In 2022 wurden Cellokonzerte von Carl Friedrich Abel mit dem französischen Cellisten Bruno Delepelaire teilweise als Weltersteinspielung veröffentlicht.
Für die Deutsche Grammophon ist im Sommer 2023 das Album Oboenkonzerten der Bach-Familie mit Albrecht Mayer erschienen. Mit einer Neueinspielung der Vier Jahreszeiten von Vivaldi mit Daishin Kashimoto zeigt das Ensemble in 2025 erstmals seine Präsenz beim hauseigenen Label BPhil.
Konzerte im Festival
- , Beethovenhalle, Großer Saal
Daniil Trifonov & Berliner Barock Solisten
Klavier, KammerorchesterGottfried von der Goltz
Mozart, Beethoven, Bach
