Aly Keïta wurde in Abidjan geboren und erlernte die Kunst des Balafonspiels von seinem Vater, einem Mandingo-Griot. Nachdem er zusammen mit seinem jüngeren Bruder in das Dorf seiner Großmutter in Mali gezogen war, setzte er die Familientradition fort, indem er Balafons baute und spielte.
Im Alter von 18 Jahren war Keïtas Virtuosität weit über Afrika hinaus bekannt geworden, und der junge Musiker begann, um die Welt zu touren, eine neue Musiksprache – den Jazz – zu meistern und mit einigen der besten Künstler:innen unserer Zeit aufzutreten. In die Fußstapfen des Meisters Kélétiguy Diabaté tretend, war Aly der Erste, der ein chromatisches Balafon entwickelte. Er holte dieses normalerweise begleitende Perkussionsinstrument auch als Erster als Solist ins Rampenlicht. Seine akustischen, technischen und visuellen Innovationen wurden zum Maßstab für jüngere Generationen.
Der westafrikanische Musiker erlangte weltweite Anerkennung und arbeitete mit gefeierten Künstler:innen wie Omar Sosa, Joe Zawinul, Rhoda Scott, Paco Séry, Pharoah Sanders, Paolo Fresu, L. Subramaniam, Trilok Gurtu & Jan Garbarek, Shai Maestro und dem Hans Lüdemann Trio Ivoire zusammen, um nur einige zu nennen. Außerdem hat er gemeinsam mit Lukas Ligeti mehrere experimentelle Alben aufgenommen.
Heute lebt Aly Keïta in Berlin und verbindet mit seiner beeindruckenden Virtuosität musikalische Welten. Zusammen mit seinem Berliner Trio hat er gerade das Album Balafon Evolution (One World Records, 2026) veröffentlicht. Im Jahr 2022 gewann Aly Keïta den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie »Besondere Instrumente«.
Konzerte im Festival
- , Telekom Forum
Momi Maiga & Friends
Cross-GenreMomi Maiga Quartet, Adama Foune Cissokho, Karen Lugo
